Ein Musiker auf Tour!

Für einen Musiker eine schwer einzunehmende Stadt – Seßlach bei Coburg

Musiker

Meine letzte Geburtstagsfeier (50.Geburtstag – runder Geburtstag) führte mich zum mittelalterlichen Städtchen Seßlach bei Coburg. Herrlich gelegen zwischen Bamberg und Coburg. Auf der Homepage von Seßlach wird die Stadt als das „Kleinod des Coburger Landes“ oder als das „Oberfränkische Rothenburg“ beschrieben.

Ganz schön dick aufgetragen dachte ich mir zuerst. Aber gespannt war ich auf jeden Fall, was mich denn da als Musiker so erwartet. Mein Navi führte mich auch zielstrebig nach Seßlach. Von Eltmann aus auf die Autobahn vorbei an Bamberg, dann über die B4 Richtung Seßlach. Kurz vor Seßlach dann die Überraschung – mein Navi zeigte noch 100 Meter bis zur Location – das Stadttor; durch das ich aber durchfahren wollte, ist von Samstag 14 Uhr bis Sonntag 22 Uhr geschlossen!

Da kam ich aber ins schwitzen, es war 16 Uhr und der Empfang mit Musik der Gäste war auf 18 Uhr geplant… Ein kurzer Anruf im Gasthof gab Hoffnung. Ich solle doch um den gesamten Ort herumfahren, da gibt es ein offenes Stadttor. Gesagt, getan! Doch huch, auch dieses Tor ist geschlossen. Ein paar Minuten später entdeckte ich dann ein drittes Tor, welches mir dann freundlicherweise Eintritt in die mittelalterliche Festung gewährte.

Endlich war ich an der Gastronomie angekommen: Der „Pörtnerhof Seßlach“. Nicht ganz so alt wie das mittelalterliche Seßlach, aber immerhin ein 1727 erbautes barockes Anwesen. Ich muss schon sagen, dieses von 2003-2005 erneuerte Bauwerk, stellt ein hervorragendes Beispiel denkmalgerechter Renovierung dar. Alles wirkt sehr authentisch, sehr urig und trotzdem ist die technische Infrastruktur auf dem neusten Stand. Gefällt mir wirklich sehr, sehr gut!

Da ich ja nicht nur Musiker sondern auch mein eigener Roadie bin, habe ich in windeseile aufgebaut und für die eintreffenden Gäste ein bisschen Hintergrundmusik zum Laufen gebracht. Eigentlich wollte ich ja mein Auto auf der Strasse vor dem Pörtnerhof stehen lassen, Parkplätze waren genug vorhanden. Aber das Städtchen Seßlach besteht darauf, dass am Wochenende alle Gäste/Besucher der Stadt außerhalb der Stadtmauer ihre Autos abstellen. Und damit sich die Gäste auch daran halten, kümmert sich eine recht umtriebige Mitarbeiterin der Stadt bis in die späten Abendstunden, mit Schreibblock und Stift bewaffnet, um die Einhaltung dieser Regel. Warum gibt es eigentlich für das arbeitende Volk wie mich als Musiker keine Ausnahmeregel?

So, das Auto auf einem Parkplatz vor der Stadt abgestellt (ca. 1km von der Location entfernt), schnell in Schale geworfen und schon treffen auch die ersten Gäste ein. Der Abend kann beginnen!! WOW!

Euer Musiker Gerd Hesse 

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